Gemeinde Reichenau will rund 3,7 Millionen Euro investieren

Die Gemeinde hat sich für dieses Jahr ein stattliches Maßnahmenpaket vorgenommen.

Einige Großprojekte prägen den Haushalt 2017, den der Gemeinderat nun nach einigen Änderungen beschlossen hat. Bei den größten Posten handelt es sich um den weiteren Neubau des Strandbads auf der Insel, den Kunstrasenplatz im Zentrum für Psychiatrie, die Deckensanierung und einen barrierefreien Zugang mit Aufzug zum Rathaus, die Bahnhofmodernisierung und einen Abwasserdruckkanal in Mittelzell. Insgesamt will die Gemeinde rund 3,7 Millionen Euro investieren.

Erleichtert wird dies, weil sich seit der intensiven Haushaltsdebatte im Gemeinderat Mitte Dezember die finanzielle Situation voraussichtlich verbessert hat. Bürgermeister Wolfgang Zoll erklärte, eine wesentliche Änderung sei es, dass bei der Gewerbesteuer nun Einnahmen von 2,2 statt wie ursprünglich kalkuliert 1,9 Millionen Euro zu erwarten seien.

Zudem sei das Jahr 2016 nach aktuellem Stand besser gelaufen als geplant. Der finanziellen Rücklage müssen nicht über 800 000 Euro entnommen werden, diese kann sogar um 330 000 Euro aufgestockt werden und steht nun bei 4,5 Millionen Euro. Für 2017 bedeutet dies, dass im Verwaltungshaushalt nun eine Zuführungsrate für Investitionen in Höhe von 750 000 statt nur 500 000 Euro erwirtschaftet werden könnte.

Aus den Rücklagen müssen nicht 2,5, sondern nur gut zwei Millionen entnommen werden, um alle Projekte zu finanzieren beziehungsweise zu planen. Dadurch seien in der mittelfristigen Finanzplanung die Rücklagen nicht schon 2019, sondern erst 2020 aufgebraucht. Aktuell sind keine neuen Kredite nötig, aber ab 2019 hohe neue Schulden vorgesehen.

So sind zum Beispiel 55 000 Euro für Brandschutzmaßnahmen im Museum auf 2018 geschoben. Zugleich stehen in diesem Jahr 25 000 Euro für ein neues Konzept der Leichtathletikanlagen beim Sportplatz Baurenhorn im Haushalt. Für Maßnahmen zur Ausbesserung von Straßen wurden die Mittel von 200 000 auf 100 000 Euro reduziert.

Dagegen wurden die Mittel zur Verbesserung der Straßenbeleuchtung von 5000 auf 30 000 Euro erhöht. Und für die Erneuerung der Steganlagen an der Schiffslände hatte die Verwaltung zunächst in diesem und dem nächsten Jahr 280 000 Euro vorgesehen. Nun stehen nur 50 000 Euro im Haushalt für ein Gesamtkonzept einer kleinen Hafenanlage.

Die Verwaltung weist im Haushaltsplan allerdings auch darauf hin, dass die Finanzierung von weiteren größeren Projekten in den kommenden Jahren schwieriger wird. Zum einen, weil dann die Rücklagen vermutlich aufgebraucht sind. Und zum anderen sind in den Jahren 2017 und 2018 noch Grundstückserlöse in Göldern-Ost auf dem Festland von rund 750 000 Euro vorgesehen. Doch danach gibt es dort nichts mehr zu verkaufen.


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